Jubiläum in Bad Laer
Zehn Jahre erfolgreiche Kooperation für die Berufsorientierung.
Oberschule Bad Laer, St. Maria-Elisabeth-Haus und MaßArbeit setzen auf praktische Erfahrungen der Jugendlichen.
Seit zehn Jahren arbeiten die Geschwister-Scholl-Oberschule (OBS) Bad Laer, das St. Maria-Elisabeth-Haus und die Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit erfolgreich im Bereich der Berufsorientierung zusammen. Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Tagesförderstätte St. Maria-Elisabeth-Hauses, die Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in Berufe des Gesundheits- und Sozialwesens ermöglicht. Das Jubiläum war jetzt für alle Beteiligten Anlass, auf eine erfolgreiche Partnerschaft zurückzublicken und zugleich den Blick nach vorn zu richten.
Ein fester Bestandteil der Zusammenarbeit ist der Profilkurs „Gesundheit und Soziales“ der Oberschule. Seit Beginn der Kooperation begleitet die Lehrkraft Mareike Himmelreich die jeweiligen Profilkurse. Ihr Fazit ist eindeutig: „Gerade im Kontext der Solidarität profitieren die Schülerinnen und Schüler immens von den wertvollen Erfahrungen, der Teilhabe sowie dem Perspektivwechsel.“ Besonders im gesellschaftlichen Zusammenhang werde hierdurch die Partizipation der jungen Menschen gefördert und die Empathie-Fähigkeit gestärkt.
Darüber hinaus engagieren sich die Kooperationspartner gemeinsam für Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte. So entstanden in den vergangenen Jahren unter anderem Hochbeete. Aktuell bauen Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Teilnehmenden der Tagesförderstätte eine Sitzbank für den Schulhof. Die Projektarbeit verbindet Berufsorientierung mit gesellschaftlichem Engagement und schafft so Begegnungen auf Augenhöhe. In den vielfältigen Projekten erhalten die Jugendlichen so Einblicke in verschiedene Berufsfelder des Gesundheits- und Sozialwesens, darunter die Berufe der Heilerziehungspflege, Heilpädagogik, Ergotherapie, Physiotherapie, Hauswirtschaft sowie weitere pädagogische Tätigkeiten.
„Die langjährige Zusammenarbeit ermöglicht unseren Schülerinnen und Schülern authentische Einblicke in soziale Berufsfelder. Durch die praktischen Erfahrungen entdecken sie eigene Stärken und können fundierte Entscheidungen für ihren weiteren Berufsweg treffen“, so Schulleiterin Jessica Kuhlmann in ihrer Bilanz.
Auch für die MaßArbeit ist die Kooperation ein gelungenes Beispiel für nachhaltige Berufsorientierung. „Wir erleben es in unserer Arbeit täglich: Junge Menschen benötigen in der Phase der Berufswahl praktische Erfahrungen. Seit zehn Jahren zeigt diese Kooperation in Bad Laer, wie junge Menschen durch direkte Begegnungen in der Tagesförderstätte wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt erhalten und Berufe im sozialen Bereich kennenlernen können“, betonte Lars Hellmers, Vorstand der MaßArbeit.
Neben der Berufsorientierung leistet die Zusammenarbeit aber auch einen wichtigen Beitrag zur Inklusion. Im gemeinsamen Miteinander erleben die Jugendlichen den selbstverständlichen Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Berührungsängste werden abgebaut, Verständnis wächst und soziale Kompetenzen werden gestärkt. „Hier wird seit 10 Jahren eindrucksvoll gezeigt, wie Schule, soziale Einrichtungen und regionale Akteure gemeinsam Perspektiven für junge Menschen schaffen können. Davon profitieren alle Beteiligten gleichermaßen“, sagt Jens Giesker, Leiter des Fachbereichs Zentrale Aufgaben und Bildung der Gemeinde Bad Laer.
Auch die Tagesförderstätte zieht nach zehn Jahren ein positives Fazit. „Unsere Einrichtung bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, soziale Berufe unmittelbar kennenzulernen. Gleichzeitig entstehen wertvolle Begegnungen mit den Beschäftigten der Tagesförderstätte, die Verständnis fördern und Hemmungen abbauen. Diese Offenheit und das gegenseitige Lernen machen die Zusammenarbeit so besonders“, erklärt Malene Rosenbusch-Lefken, Einrichtungsleitung der Tagesförderstätte St. Maria-Elisabeth-Haus.
Für alle Partner steht fest: Die Zusammenarbeit hat sich in den vergangenen zehn Jahren bewährt und soll auch künftig mit neuen Ideen und Projekten fortgeführt werden. Damit bleibt die Kooperation ein wichtiger Baustein für eine praxisnahe Berufsorientierung und ein gelungenes Beispiel für gelebte Inklusion in der Region.
Bildunterschrift: Die langjährige gemeinsame Projektarbeit verbindet Berufsorientierung mit gesellschaftlichem Engagement: Davon sind (von links) Andreas Harfst (Lehrkraft Geschwister-Scholl-Oberschule Bad Laer), Mareike Himmelreich (Berufsorientierungsbeauftrage Geschwister-Scholl-Oberschule Bad Laer), Malene Rosenbusch-Lefken (Einrichtungsleitung St-Maria-Elisabeth-Haus), Jens Giesker (Fachbereichsleiter Gemeinde Bad Laer), Jessica Kuhlmann (Schulleiterin Geschwister-Scholl-Oberschule Bad Laer), Annika Witte (Servicestelle Schule-Wirtschaft MaßArbeit kAöR), Lars Hellmers (Vorstand MaßArbeit kAöR) sowie Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 aus dem Profilkurs Gesundheit & Soziales überzeugt.
Foto: Ernesto Wiebrock / MaßArbeit