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Ausbildungsplätze sichern
18.03.2021

Das Programm "Ausbildungsplätze sichern" soll die betriebliche Berufsausbildung stabilisieren.

Das Bundeskabinett hat am 17. März ein zweites Maßnahmenpaket verabschiedet, um die betriebliche Ausbildung in der Coronakrise zu sichern. Ausbildungs- und Übernahmeprämien werden verdoppelt und Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit verbessert. 

Bereits jetzt können kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) über das Programm Zuschüsse erhalten. Viele Betriebe zögern aber angesichts der wirtschaftlichen Lage, Ausbildungsplätze anzubieten. Mit den weiteren Förderzusagen sollen zusätzliche Anreize für Betriebe und zukünftige Auszubildende geschaffen werden. 

Hier die wichtigsten Änderungen:

  • Die bestehenden Ausbildungsprämien für von der Corona-Krise betroffene Betriebe, die durch Neueinstellungen ihr Ausbildungsniveau halten oder erhöhen, werden zunächst in bisheriger Höhe verlängert.
  • Für das neue Ausbildungsjahr werden die Prämien von 2.000 und 3.000 Euro auf 4.000 und 6.000 Euro verdoppelt. Damit werden zusätzliche Anreize für Ausbildungsbetriebe geschaffen.
  • Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit während einer Ausbildung: Künftig können auch Zuschüsse zur Vergütung der Ausbilderin oder des Ausbilders gezahlt werden. Wie bisher kann zudem die Ausbildungsvergütung bezuschusst werden.
  • Alle Leistungen können künftig Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitenden beziehen. Bisher liegt die Grenze bei 249 Mitarbeitenden.
  • Mit einem neuen Sonderzuschuss werden Kleinstunternehmen erreicht, die im zweiten Lockdown ihre normale Geschäftstätigkeit weitgehend einstellen mussten: Betriebe mit bis zu vier Mitarbeiter*innen können pauschal 1.000 Euro bekommen, wenn sie ihre Ausbildungstätigkeit für mindestens 30 Tage fortgesetzt haben.
  • Die Übernahmeprämie wird bis Ende 2021 verlängert und auf 6.000 Euro verdoppelt. Mit ihr wird künftig neben der Übernahme eines Auszubildenden aus einem Insolvenzfall auch bei pandemiebedingter Kündigung oder bei Abschluss eines Auflösungsvertrages unterstützt.
  • Die Förderung einer Auftrags- oder Verbundausbildung wird attraktiver. Die Mindestlaufzeit wird auf vier Wochen verkürzt, die Höhe der Förderung nach der Laufzeit bemessen. Insgesamt können bis zu 8.100 Euro gezahlt werden. Künftig kann auch der Stammausbildungsbetrieb statt des Interimsausbildungsbetriebs die Förderung erhalten. Für Interimsausbildungsbetriebe entfällt die Begrenzung auf bis zu 249 Mitarbeitende ersatzlos.
  • Künftig können für pandemiebetroffene Unternehmen die Kosten für externe Abschlussprüfungsvorbereitungskurse für Auszubildende hälftig bezuschusst werden, maximal mit 500 Euro.

Die Bundesagentur für Arbeit setzt die Förderrichtlinie um und ist für die Anträge auf die Förderleistungen und deren Bewilligung zuständig. Ausbildungsbetriebe können sich an die für sie zuständige Agentur für Arbeit wenden und den Antrag auf Förderung mittels des vorgesehenen Antragsformulars stellen. Dieses können sie online auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit aufrufen.

Weitere Informationen zum Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" gibt es beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie beim Bundesministerium für Bildung und Forschung.